Es gibt zwei Sätze, die erstaunlich oft gleichzeitig wahr sind:
Führungskraft: „Ich habe das doch schon gesagt.“ Mitarbeiter: „Das wusste ich nicht.“
Wenn beides stimmt, haben wir wahrscheinlich kein Kommunikationsproblem. Wir haben ein Feedbackproblem.
Feedback wird überschätzt und gleichzeitig komplett unterschätzt.
Überschätzt, weil viele glauben, ein paar Worte reichen. Unterschätzt, weil kaum jemand sich bewusst macht, was Feedback tatsächlich auslöst.
Denn Feedback ist nicht immer das, was Sie sagen. Feedback ist aber immer das, was beim Gegenüber ankommt.
Und genau da geht es schief.

Die Führungskraft denkt: „Ich habe klar gesagt, was ich erwarte.“
Der Mitarbeiter nimmt mit: „Ich glaube, es war okay…“
Beide gehen auseinander. Beide sind überzeugt, dass alles geklärt ist.
Und zwei Wochen später wundern sich beide, warum nichts so läuft, wie gedacht.
Weil Feedback oft drei Dinge gleichzeitig ist:
Und das reicht schon, damit es wirkungslos wird.
Viele Führungskräfte konzentrieren sich darauf, was sie sagen.
Aber entscheidend ist etwas anderes:
Wenn diese drei Fragen nicht klar mit „Ja“ beantwortet werden können, war es kein wirksames Feedback.
Nicht gegebenes Feedback wird ersetzt.
Nicht durch nichts, sondern durch Interpretation.
Mitarbeiter ziehen ihre eigenen Schlüsse:
Und genau so entstehen Fehlentwicklungen.
Nicht, weil Mitarbeiter nicht wollen. Sondern weil Führung nicht klar genug war.
„Ich will nicht zu hart sein.“
Das ist verständlich. Aber oft der falsche Ansatz.
Denn Unklarheit ist nicht freundlich. Sie ist unfair.
Unklare Führung sorgt dafür, dass Mitarbeiter im Nebel arbeiten. Und dafür später auch noch bewertet werden.
Wirksames Feedback heißt:
Ohne Umwege. Ohne Interpretationsspielraum.
Nicht, weil man „hart“ sein will. Sondern weil man Verantwortung übernimmt.
Feedback ist kein Add-on von Führung.
Es ist Führung.
Wenn Feedback nicht funktioniert, funktioniert Führung nicht.
So einfach ist das.
Und genau deshalb reicht es nicht, es „irgendwie“ zu machen.
In unseren Seminaren arbeiten wir genau daran: Feedback so zu gestalten, dass es wirkt. Klar, direkt und in der Praxis umsetzbar.
Denn am Ende zählt nicht, was gesagt wurde. Sondern was beim Mitarbeiter wirklich ankommt.