Gute Mitarbeiter verlassen schlechte Führung. Nicht das Unternehmen.

Die meisten Unternehmen glauben, sie hätten ein Fachkräfteproblem ...

… In Wahrheit haben viele ein Führungsproblem.

Es gibt einen Satz, den viele Führungskräfte nicht mehr hören können:

„Die guten Mitarbeiter gehen.“

Die Wahrheit ist:

Gute Mitarbeiter verlassen selten das Unternehmen. Sie verlassen schlechte Führung.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht: „Warum finden wir keine guten Mitarbeiter?“ Sondern: „Warum bleiben die guten Mitarbeiter nicht?“

Die Antwort ist oft unbequemer, als viele wahrhaben wollen. Die meisten Mitarbeiter kündigen nicht wegen der Arbeit. Sie kündigen auch nicht wegen eines modernen Maschinenparks, einer schicken Kantine oder einem Obstkorb. Sie kündigen, weil sie jeden Tag mit schlechter Führung leben müssen. Mit Vorgesetzten, die nicht zuhören. Die keine Entscheidungen treffen. Die Probleme aussitzen. Die Fehler grundsätzlich bei anderen suchen. Die Anerkennung für selbstverständlich halten. Und die glauben, Respekt sei automatisch mit ihrer Position verbunden.

Das Bittere daran ist:

Die Leistungsträger gehen meist als Erste. Sie haben Alternativen. Sie finden schnell einen neuen Arbeitgeber. Zurück bleiben häufig diejenigen, die keine andere Möglichkeit sehen oder sich mit den Umständen arrangiert haben. Viele Unternehmen sprechen dann vom Fachkräftemangel. Dabei handelt es sich nicht selten um ein hausgemachtes Führungsproblem.

Die Zahlen zeigen, wie groß das Problem tatsächlich ist. Laut dem aktuellen Gallup Engagement Index geben 69 Prozent der Beschäftigten in Deutschland an, bereits unter einer schlechten Führungskraft gearbeitet zu haben. Gleichzeitig sind 19 Prozent der Mitarbeiter aktiv demotiviert. Sie haben innerlich bereits gekündigt und leisten meist nur noch das Nötigste. Die Folgen sind enorm. Gallup schätzt den jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden durch fehlende emotionale Mitarbeiterbindung in Deutschland auf 132,6 bis 167,2 Milliarden Euro. Zusätzlich kommt eine internationale Gallup Studie zu dem Ergebnis, dass 42 Prozent aller Kündigungen vermeidbar wären, wenn Unternehmen die tatsächlichen Ursachen rechtzeitig erkennen und konsequent handeln würden.

Natürlich spielen Gehalt, Arbeitszeiten oder Entwicklungsmöglichkeiten ebenfalls eine Rolle. Aber wenn Mitarbeiter jeden Morgen mit Bauchschmerzen zur Arbeit kommen, wird irgendwann jedes Angebot eines anderen Unternehmens attraktiver.

Schlechte Führung kostet Unternehmen weit mehr, als viele glauben. Wissen geht verloren. Teams werden instabil. Die Motivation sinkt. Die verbleibenden Mitarbeiter müssen die Lücken schließen.

Das ist kein Personalproblem. Das ist ein Führungsproblem. Vielleicht verlassen gute Mitarbeiter gar nicht Ihr Unternehmen. Vielleicht verlassen sie nur ihre Führungskraft.


 

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Quellen

Gallup – Leaders Must Respond to Germany’s Stubborn Talent Shortage (2025)
https://www.gallup.com/workplace/647612/leaders-respond-germany-stubborn-talent-shortage.aspx
Gallup – German Companies Scramble to Retain Essential Talent (2025)
https://www.gallup.com/workplace/644090/german-companies-scramble-retain-essential-talent.aspx
Gallup – Employee Turnover: Preventable and Often Ignored (2024)
https://www.gallup.com/workplace/646538/employee-turnover-preventable-often-ignored.aspx
Gallup – State of the Global Workplace 2024
https://www.gallup.com/workplace/349484/state-of-the-global-workplace.aspx

Mitarbeitergespräche ohne Substanz

Mitarbeitergespräche ohne Substanz

Mitarbeitergespräche im Standardmodus

Warum viele Mitarbeitergespräche keinen echten Mehrwert bringen

„Morgen habe ich mein Mitarbeitergespräch.“ Diesen Satz hört man in vielen Unternehmen. Die Reaktionen darauf sind allerdings selten Begeisterung. Viele Mitarbeiter sehen es als Pflichttermin. Viele Führungskräfte ebenfalls. Und genau da beginnt das Problem. Ein Mitarbeitergespräch ist kein Pflichtprogramm der Personalabteilung. Es ist auch kein Formular, das einmal im Jahr ausgefüllt werden muss. Es ist eine Chance. Eine Chance, offen über Erwartungen, Zusammenarbeit, Probleme und Entwicklung zu sprechen. Trotzdem laufen viele Gespräche immer gleich ab. Die Führungskraft fragt: „Wie läuft es?“ Der Mitarbeiter antwortet: „Gut.“ Man spricht kurz über das vergangene Jahr, vereinbart ein paar Ziele und verabschiedet sich wieder. Ein Jahr später beginnt das gleiche Spiel von vorne.

So verändert sich nichts.

Natürlich tragen Führungskräfte eine große Verantwortung. Wer unvorbereitet in ein Mitarbeitergespräch geht, nur Standardfragen stellt oder vereinbarte Maßnahmen später nicht umsetzt, darf sich über mangelnde Motivation nicht wundern. Aber genauso einfach wäre es, jetzt die Schuld ausschließlich den Führungskräften zuzuschieben. 

Auch Mitarbeiter tragen Verantwortung

Wer das Gespräch nur absitzt, Kritik verschweigt, Verbesserungsvorschläge für sich behält oder bei jeder Frage nur mit „Passt schon.“ antwortet, verschenkt ebenfalls eine große Chance.

Ein gutes Mitarbeitergespräch lebt von Offenheit, Ehrlichkeit und manchmal auch von unbequemen Themen. Genau davor drücken sich aber viele. Die Führungskraft möchte keinen Konflikt. Der Mitarbeiter möchte niemandem auf die Füße treten. Also bleibt alles beim Alten. Dabei entstehen viele Probleme genau deshalb. Missverständnisse werden nicht angesprochen. Unzufriedenheit wächst. Erwartungen bleiben unausgesprochen. Fehler wiederholen sich immer wieder. 

Und irgendwann wundern sich beide Seiten, warum die Zusammenarbeit nicht besser wird.

Ein Mitarbeitergespräch darf deshalb kein Rückblick sein, der nach einer Stunde wieder vergessen wird. Es muss Auswirkungen auf den Arbeitsalltag haben. Vereinbarungen müssen umgesetzt werden. Probleme müssen gelöst werden. Entwicklung muss begleitet werden. Erst dann wird aus einem Mitarbeitergespräch ein Führungsinstrument. Alles andere ist Beschäftigung. Wer gute Mitarbeitergespräche führen möchte, braucht keine komplizierten Formulare. Er braucht Vorbereitung. Die Bereitschaft zuzuhören. Den Mut, auch kritische Themen anzusprechen. Und den Willen, anschließend konsequent zu handeln. Genau das macht den Unterschied.

Wenn Sie Mitarbeitergespräche führen möchten, die nicht nur Zeit kosten, sondern einen echten Mehrwert schaffen, dann besuchen Sie eines unserer Seminare.

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Unternehmenskultur endet zu oft auf der Folie

Unternehmenskultur endet zu oft auf der Folie

Kultur wird diskutiert, aber nicht umgesetzt.

Fast jedes Unternehmen spricht über Unternehmenskultur.

          • Es gibt Leitbilder.
          • Es gibt Workshops.
          • Es gibt Werte an den Wänden.

Und trotzdem bleibt im Alltag alles beim Alten. Warum? Weil Unternehmenskultur nicht in Präsentationen entsteht. Sie entsteht jeden Tag im Arbeitsalltag. Sie zeigt sich darin, wie Führungskräfte und Mitarbeiter miteinander umgehen. Wie mit Fehlern umgegangen wird. Ob Probleme offen angesprochen oder lieber verschwiegen werden. Ob Verantwortung übernommen oder weitergereicht wird. Ob Zusagen eingehalten werden.

Genau dort entscheidet sich Kultur.

Viele Unternehmen machen den Fehler, Kultur als Projekt zu betrachten. Doch Kultur ist kein Projekt. Sie ist das Ergebnis des täglichen Verhaltens aller Menschen im Unternehmen. Deshalb scheitern viele Kulturinitiativen.

Oben wird von Vertrauen gesprochen, unten wird kontrolliert. Eigenverantwortung wird gefordert, Entscheidungen aber ständig hinterfragt. Offene Kommunikation wird propagiert, Kritik ist trotzdem unerwünscht. Das ist keine Unternehmenskultur. Das ist eine Präsentation.

Eine funktionierende Unternehmenskultur kann nur entstehen, wenn sie von jedem einzelnen Menschen im Unternehmen gelebt wird. Vom Geschäftsführer bis zum Auszubildenden. Führungskräfte haben dabei eine Vorbildfunktion. Aber auch jeder Mitarbeiter trägt Verantwortung für das Miteinander.

Genau das ist einer der Grundgedanken von Lean. Nicht Methoden verändern Unternehmen, sondern Menschen. Werkzeuge können unterstützen. Nachhaltige Veränderungen entstehen erst dann, wenn sich das Verhalten im Alltag verändert.

  • Wer Kultur nur diskutiert, wird keine Veränderung erleben.
  • Wer Kultur konsequent vorlebt und einfordert, wird sein Unternehmen verändern.

 

 

Genau dabei begleiten wir Unternehmen auf ihrem Weg zu einer gelebten Unternehmenskultur. Mit praxisnahen Seminaren, Workshops und Lösungen, die im Arbeitsalltag funktionieren. Denn echte Unternehmenskultur entsteht nicht auf Folien, sondern im täglichen Handeln.

 

Sie möchten Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit nachhaltig verbessern?

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Intransparenz bremst Leistung

Intransparenz bremst Leistung

Führungskräfte unterschätzen die Wirkung von fehlender Transparenz.

„Warum macht das keiner?“ Eine Frage, die sich viele Führungskräfte regelmäßig stellen. Die eigentliche Frage müsste aber lauten:

Woher sollen Mitarbeiter überhaupt wissen, was von ihnen erwartet wird?

In vielen Unternehmen fehlt es an Transparenz. Ziele werden nur teilweise kommuniziert. Entscheidungen bleiben in Besprechungsräumen. Kennzahlen kennt nur die Führungsebene. Prioritäten ändern sich, ohne dass die Mitarbeiter informiert werden. Und dann wundert man sich über Fehler, Missverständnisse oder fehlende Eigeninitiative. Menschen können nur Verantwortung übernehmen, wenn sie verstehen, worum es geht. Wer nicht weiß, warum etwas wichtig ist, arbeitet Aufgaben ab. Mehr nicht.

Transparenz bedeutet nicht, alles offenzulegen. Transparenz bedeutet, den Mitarbeitern die Informationen zu geben, die sie brauchen, um gute Entscheidungen treffen zu können. Das schafft Orientierung, Vertrauen und echte Eigenverantwortung. Fehlende Transparenz kostet dagegen jeden Tag Zeit, Geld und Motivation. Deshalb ist sie kein Kommunikationsproblem, sondern ein Führungsproblem.

Wir erleben immer wieder, dass oft schon kleine Veränderungen in der Führung und Kommunikation den entscheidenden Unterschied machen.

Genau dabei unterstützen wir Unternehmen mit praxisnahen Seminaren und konkreter Unterstützung im Führungsalltag.

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Wie transparent wird in Ihrem Unternehmen wirklich geführt?

Unklare Ziele führen meistens zu schlechten Ergebnissen

Unklare Ziele führen meistens zu schlechten Ergebnissen

Wenn wir in Unternehmen nach den Ursachen für schlechte Ergebnisse suchen, sprechen wir häufig über Prozesse, fehlende Ressourcen oder mangelnde Motivation. Dabei beginnt das eigentliche Problem oft viel früher.

Nämlich bei den Zielen.

Denn wenn Ziele nicht eindeutig formuliert sind, versteht jeder etwas anderes darunter. Und wenn jeder in eine andere Richtung arbeitet, sind schlechte Ergebnisse oft nur eine Frage der Zeit.

Viele Unternehmen formulieren Ziele wie: „Wir wollen kundenorientierter werden.“ oder „Wir wollen effizienter arbeiten.“ Das klingt gut, beantwortet aber nicht die entscheidenden Fragen: Was genau bedeutet das? Bis wann soll das Ziel erreicht werden? Woran messen wir den Erfolg?

Je unklarer ein Ziel ist, desto größer wird der Interpretationsspielraum. Jeder Bereich setzt eigene Schwerpunkte, jede Führungskraft verfolgt eigene Prioritäten und jeder Mitarbeiter entwickelt seine eigene Vorstellung davon, was eigentlich erreicht werden soll. Das Ergebnis sind Reibungsverluste, Missverständnisse und häufig Ziele, die sich sogar gegenseitig behindern.

Deshalb sollten Ziele möglichst konkret formuliert werden. Das SMART-Prinzip bietet dafür eine gute Orientierung. Entscheidend ist jedoch nicht, ob wir eine bestimmte Methode anwenden. Entscheidend ist, dass jeder weiß, was erreicht werden soll, warum dieses Ziel wichtig ist und woran der Erfolg gemessen wird.

Mindestens genauso wichtig ist, dass alle Bereiche dieselbe Richtung verfolgen.

In vielen Unternehmen optimiert jede Abteilung ihre eigenen Kennzahlen. Der Einkauf senkt Kosten, die Produktion steigert die Auslastung und der Vertrieb erfüllt möglichst viele Kundenwünsche. Jede Entscheidung ist für sich betrachtet nachvollziehbar. Doch wenn die Ziele nicht aufeinander abgestimmt sind, verbessert zwar jeder seinen eigenen Bereich – das Unternehmen als Ganzes jedoch nicht.

Deshalb sollten die übergeordneten Unternehmensziele Schritt für Schritt auf die einzelnen Bereiche, Teams und schließlich auf die täglichen Aufgaben heruntergebrochen werden. So erkennt jeder Mitarbeiter, welchen Beitrag seine Arbeit zum gemeinsamen Erfolg leistet.

Für dieses Vorgehen gibt es unterschiedliche Ansätze. Einer davon ist Hoshin Kanri. Hinter dem japanischen Begriff steckt im Grunde ein einfacher Gedanke: Alle Bereiche arbeiten auf dieselben Unternehmensziele hin – mit klaren Verantwortlichkeiten und einer gemeinsamen Richtung. Der Name ist dabei weniger wichtig als das Prinzip.

Ebenso wichtig ist die Akzeptanz.

Ziele, die lediglich vorgegeben werden, bleiben häufig abstrakt. Erst wenn Führungskräfte erklären, warum ein Ziel wichtig ist und welchen Nutzen es für das Unternehmen und die Mitarbeiter hat, entsteht Verständnis. Und aus Verständnis entsteht meist auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Neben den Unternehmenszielen sollten wir auch die persönlichen Ziele der Mitarbeiter nicht vergessen. Die Harada-Methode verfolgt genau diesen Gedanken. Sie verbindet die persönliche Weiterentwicklung mit den Zielen des Unternehmens. Denn Menschen engagieren sich deutlich stärker, wenn sie erkennen, dass sie nicht nur zum Unternehmenserfolg beitragen, sondern sich gleichzeitig auch selbst weiterentwickeln.

Unser Fazit

Schlechte Ergebnisse entstehen selten zufällig. Häufig sind sie die Folge unklarer oder nicht aufeinander abgestimmter Ziele.

Je klarer Ziele formuliert sind, je besser sie im Unternehmen verstanden werden und je konsequenter alle in dieselbe Richtung arbeiten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aus guten Absichten auch gute Ergebnisse werden.

Denn nur wenn jeder weiß, wohin die Reise geht und welchen Beitrag er dazu leisten kann, entsteht aus vielen Einzelaktivitäten ein gemeinsamer Erfolg.


Erfolgreiche Unternehmen entstehen nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von guter Führung, klaren Strukturen, funktionierenden Prozessen und einer Unternehmenskultur, in der Menschen Verantwortung übernehmen.

Dabei unterstützen wir Unternehmen mit unserer Erfahrung in den Bereichen Unternehmensentwicklung, Führungskräfteentwicklung, Prozessoptimierung, Konfliktmanagement sowie Aus- und Weiterbildung. Unser Anspruch ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern sich im Arbeitsalltag dauerhaft bewähren.

  • Wir bringen Produktionsunternehmen aus dem operativen Chaos in klare, steuerbare Abläufe.
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