Wenn wir in Unternehmen nach den Ursachen für schlechte Ergebnisse suchen, sprechen wir häufig über Prozesse, fehlende Ressourcen oder mangelnde Motivation. Dabei beginnt das eigentliche Problem oft viel früher.
Nämlich bei den Zielen.
Denn wenn Ziele nicht eindeutig formuliert sind, versteht jeder etwas anderes darunter. Und wenn jeder in eine andere Richtung arbeitet, sind schlechte Ergebnisse oft nur eine Frage der Zeit.
Viele Unternehmen formulieren Ziele wie: „Wir wollen kundenorientierter werden.“ oder „Wir wollen effizienter arbeiten.“ Das klingt gut, beantwortet aber nicht die entscheidenden Fragen: Was genau bedeutet das? Bis wann soll das Ziel erreicht werden? Woran messen wir den Erfolg?
Je unklarer ein Ziel ist, desto größer wird der Interpretationsspielraum. Jeder Bereich setzt eigene Schwerpunkte, jede Führungskraft verfolgt eigene Prioritäten und jeder Mitarbeiter entwickelt seine eigene Vorstellung davon, was eigentlich erreicht werden soll. Das Ergebnis sind Reibungsverluste, Missverständnisse und häufig Ziele, die sich sogar gegenseitig behindern.
Deshalb sollten Ziele möglichst konkret formuliert werden. Das SMART-Prinzip bietet dafür eine gute Orientierung. Entscheidend ist jedoch nicht, ob wir eine bestimmte Methode anwenden. Entscheidend ist, dass jeder weiß, was erreicht werden soll, warum dieses Ziel wichtig ist und woran der Erfolg gemessen wird.
Mindestens genauso wichtig ist, dass alle Bereiche dieselbe Richtung verfolgen.
In vielen Unternehmen optimiert jede Abteilung ihre eigenen Kennzahlen. Der Einkauf senkt Kosten, die Produktion steigert die Auslastung und der Vertrieb erfüllt möglichst viele Kundenwünsche. Jede Entscheidung ist für sich betrachtet nachvollziehbar. Doch wenn die Ziele nicht aufeinander abgestimmt sind, verbessert zwar jeder seinen eigenen Bereich – das Unternehmen als Ganzes jedoch nicht.
Deshalb sollten die übergeordneten Unternehmensziele Schritt für Schritt auf die einzelnen Bereiche, Teams und schließlich auf die täglichen Aufgaben heruntergebrochen werden. So erkennt jeder Mitarbeiter, welchen Beitrag seine Arbeit zum gemeinsamen Erfolg leistet.
Für dieses Vorgehen gibt es unterschiedliche Ansätze. Einer davon ist Hoshin Kanri. Hinter dem japanischen Begriff steckt im Grunde ein einfacher Gedanke: Alle Bereiche arbeiten auf dieselben Unternehmensziele hin – mit klaren Verantwortlichkeiten und einer gemeinsamen Richtung. Der Name ist dabei weniger wichtig als das Prinzip.
Ebenso wichtig ist die Akzeptanz.
Ziele, die lediglich vorgegeben werden, bleiben häufig abstrakt. Erst wenn Führungskräfte erklären, warum ein Ziel wichtig ist und welchen Nutzen es für das Unternehmen und die Mitarbeiter hat, entsteht Verständnis. Und aus Verständnis entsteht meist auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Neben den Unternehmenszielen sollten wir auch die persönlichen Ziele der Mitarbeiter nicht vergessen. Die Harada-Methode verfolgt genau diesen Gedanken. Sie verbindet die persönliche Weiterentwicklung mit den Zielen des Unternehmens. Denn Menschen engagieren sich deutlich stärker, wenn sie erkennen, dass sie nicht nur zum Unternehmenserfolg beitragen, sondern sich gleichzeitig auch selbst weiterentwickeln.
Schlechte Ergebnisse entstehen selten zufällig. Häufig sind sie die Folge unklarer oder nicht aufeinander abgestimmter Ziele.
Je klarer Ziele formuliert sind, je besser sie im Unternehmen verstanden werden und je konsequenter alle in dieselbe Richtung arbeiten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aus guten Absichten auch gute Ergebnisse werden.
Denn nur wenn jeder weiß, wohin die Reise geht und welchen Beitrag er dazu leisten kann, entsteht aus vielen Einzelaktivitäten ein gemeinsamer Erfolg.
Erfolgreiche Unternehmen entstehen nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von guter Führung, klaren Strukturen, funktionierenden Prozessen und einer Unternehmenskultur, in der Menschen Verantwortung übernehmen.
Dabei unterstützen wir Unternehmen mit unserer Erfahrung in den Bereichen Unternehmensentwicklung, Führungskräfteentwicklung, Prozessoptimierung, Konfliktmanagement sowie Aus- und Weiterbildung. Unser Anspruch ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern sich im Arbeitsalltag dauerhaft bewähren.
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Viele Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in neue Prozesse. Es werden Workshops durchgeführt, Konzepte erstellt und Maßnahmen beschlossen.
Die Erwartungen sind hoch. Doch wenige Wochen später entsteht oft Ernüchterung. Die neuen Abläufe werden nicht konsequent genutzt. Vereinbarte Standards werden umgangen. Mitarbeiter greifen wieder auf alte Gewohnheiten zurück. Schnell fällt dann ein Satz:
„Unsere Mitarbeiter leisten Widerstand gegen die Veränderung.“
Doch ist das wirklich so? In unserer täglichen Arbeit erleben wir häufig etwas anderes. Viele Mitarbeiter lehnen Veränderungen nicht grundsätzlich ab. Oft erkennen sie selbst die Vorteile neuer Prozesse. Das eigentliche Problem liegt häufig an einer anderen Stelle. Der neue Prozess passt nicht zur Realität des Arbeitsalltags. Die Planung erfolgte im Besprechungsraum. Die Umsetzung findet jedoch im Tagesgeschäft statt. Dort gibt es Zeitdruck, Personalmangel, ungeplante Störungen, Kundenanforderungen und zahlreiche Zielkonflikte. Wenn ein Prozess unter diesen Bedingungen nicht funktioniert, ist die Rückkehr zum alten Vorgehen oft kein Widerstand. Sie ist vielmehr ein wichtiges Signal. Ein Signal dafür, dass Theorie und Praxis noch nicht ausreichend zusammenpassen. Deshalb sollten wir uns nicht zuerst fragen:
„Warum machen die Mitarbeiter nicht mit?“ Sondern: „Was hindert die Mitarbeiter daran, den neuen Prozess erfolgreich anzuwenden?“
Wer Veränderungen dauerhaft verankern möchte, muss die Realität vor Ort verstehen. Nicht die Präsentation entscheidet über den Erfolg einer Veränderung. Sondern der Alltag. Neue Prozesse müssen sich in der Praxis bewähren. Tun sie das nicht, sollten wir nicht vorschnell von Widerstand sprechen, sondern die Ursachen genauer betrachten.
Sie möchten Veränderungen erfolgreicher umsetzen, Mitarbeiter besser einbinden oder Widerstände frühzeitig erkennen?
In unseren Seminaren und Workshops vermitteln wir praxisnahe Methoden aus den Bereichen Führung, Konfliktmanagement, Prozessoptimierung und Veränderungsmanagement. Dabei steht nicht die Theorie im Mittelpunkt, sondern die erfolgreiche Umsetzung im Unternehmensalltag.
Wie erleben Sie das in Ihrem Unternehmen?
Werden Probleme bei Veränderungen eher als Widerstand der Mitarbeiter betrachtet oder wird gemeinsam untersucht, ob Prozesse und Rahmenbedingungen tatsächlich zur Praxis passen?